DIE STORY

DER SPRUNG VON DER JUGEND IN DIE SENIOREN

Weißt du noch als Michi Leis den Lupfer gegen Hachenburg verwandelte und wie das Gefühl war Meister zu werden? Kannst du dich noch an die Paraden von Markus Bender erinnern? Was waren das für Rückfahrten von den Auswärtsspielen!? Die Zeit in der A-Jugend verbindet ein Leben lang. Die Zeit in der Jugend schweißt zusammen. Ich denke gerne an diese Zeit und dieses tolle Team zurück. Nach der Meisterschaft mit der A-Jugend, wurden viele Spieler dieser Generationen mit den Jahren wichtige Stützen der 1. oder 2. Mannschaft. Raphael und Felix Otterbach, Christopher Melles, Michael Leis und viele mehr prägten den Adler viele Jahre lang. Die Spieler dieser Generation werden immer weniger. Einzig Melles, Schmallenbach, Beulke und Bender (Co-Trainer) sind noch beim Adler aktiv. Es wird also Zeit auf die jetzige A-Jugend zu schauen. Eine Jugend die unglaublich talentierte und tolle Jungs in ihren Reihen hat. Um diese Mannschaft ein wenig näher kennenzulernen, habe ich mit drei A-Jugendlichen ein Gespräch geführt. Es geht um die Gegenwart, die Zukunft und ihre Verbindung zum SV Adler. Viel Spaß dabei!

 

Moin Jungs. Schön, dass das geklappt habt. Leider ist die Saison schon wieder unterbrochen. Wie überbrückt ihr die fussballfreie Zeit?

 

Marcel Schäfer: Moin, ich versuche mich durch ein paar Laufeinheiten fit zu halten, damit ich bei erneutem Saisonbeginn wieder fit bin.

 

Nico Leis: Moin, also ich bin froh, dass die Bundesliga, CL, EL etc nicht unterbrochen wurde, so kann ich wenigstens immerhin noch jeden Abend Fußball gucken und muss nicht, wie beim letzten Lockdown, komplett auf Fußball verzichten. Eine Laufeinheit könnte man an dem ein oder anderen Tag bestimmt auch mal einbauen.

 

Enes Kece: Hallo, ich versuche mich mit ein paar Laufeinheiten fit zu halten, damit ich bei einem Wiederbeginn des Ligabetriebs auf Torejagd gehen kann.

 

Bevor wir weitermachen würden wir gerne mehr über euch erfahren? Stellt euch mal vor, was ihr so macht und eure Rolle in der Mannschaft?

 

Marcel Schäfer: Ich bin Marcel Schäfer ,16 Jahre alt und spiele seit der C-Jugend beim Adler. Ich bin momentan der Kapitän der A-Jugend und stolz darauf mit meinen Freunden in diesem Verein spielen zu dürfen.

 

Nico Leis: Ich bin Nico Leis, 17 Jahre alt, und hab bei den Bambinis angefangen beim Adler zu spielen. Im zweiten C-Jugendjahr bin ich dann nach Freudenberg gewechselt, wo ich aber nach 2 Jahren gemerkt habe, dass es mir dort nicht so gut gefällt. Deswegen hab ich ein Jahr Pause gemacht und bin dann wieder zurück zum Adler in die A Jugend gegangen. Leider hab ich mich in der Vorbereitung verletzt, weswegen ich erst 2 Spiele mitspielen konnte. Deswegen ist meine Rolle im Kader noch nicht bekannt, aber zuletzt wurde ich auf der 6er Position eingesetzt.

 

Enes Kece: Ich bin Enes Kece, 17 Jahre alt und spiele seit den Bambinis beim Adler.  Ich bin Stürmer der Mannschaft und sehr glücklich ein Teil dieser Mannschaft zu sein.

 

Erzählt mal was über eure A-Jugend! Wie würdet ihr das Team beschreiben? Welche Spieler sind die absoluten Führungsspieler?

 

Enes Kece: Über unsere A-Jugend kann ich nur positiv reden. Wir sind eine sehr starke Mannschaft, die viel Qualität besitzt und sehr hohes Potenzial hat dieses Jahr Meister zu werden. Zu unseren absoluten Führungsspielern zähle ich definitiv Felix Bracht, Noah Langenbach und unseren Kapitän Marcel Schäfer.

 

Nico Leis: Ich finde die A-Jugend persönlich sehr stark. Es wurden viele B-Jugend Spieler hoch gezogen, was aber in keinster Weise den Kader schwächt. Jeder Spieler aus dieser Mannschaft hat was drauf und das wollen wir auch in jedem Spiel zeigen.
In der Mannschaft selber herrscht eine gute Stimmung, was wahrscheinlich daran liegt, dass sich die meisten schon mehrere Jahre kennen und auch die Trainer ein engen Draht zur Mannschaft haben.
Als Führungsspieler würde ich Marcel, Noah,und Felix nennen, aber im Endeffekt bringt jeder einzelne Spieler, der auf dem Platz steht eine gewisse Qualität mit und motiviert die Mannschaft auf seine Art und Weise.

 

Marcel Schäfer: Ich finde es toll, dass wir im Team alle zusammen guten Kontakt haben und uns nicht nur auf dem Fußballplatz sehen. Jede Trainingseinheit mit diesem Team macht Spaß , da man oft erkennt , wie jeder sich verbessert und gute Leistungen erbringt. Auch das Elternteam kann man nur loben, denn bei jedem Spiel steht es neben dem Platz und motiviert uns.

 

Euer Trainer ist die Jugentrainerlegende Dirk Leis. Dirk war selbst mein A-Jugendtrainer. Was macht ihn aus? Was macht er stark?

 

Nico Leis: Ihn macht aus, dass er schon sehr lange dabei ist und genau weiß was er machen muss. Er macht sehr viel für die Mannschaft, er organisiert sehr viele Events für uns. Letztes Wochenende waren wir zum Beispiel mit der Mannschaft Kegeln, außerdem organisiert er die Weihnachtsfeier der A-Jugend und Wanderungen mit der Mannschaft. Ich denke, dass solche Sachen die Mannschaft auch zusammen schweißt und man dadurch lustige Abende mit allen verbringen kann.

 

Enes Kece: Wir sind sehr glücklich darüber einen Trainer wie Dirk zu haben weil er einfach ein Genie ist was Fußball betrifft und er uns so sehr viel beibringt.

 

Marcel Schäfer: Dirk unternimmt, sowohl mit uns Spielern, als auch mit den Eltern sehr viel. Er ist die Leitperson der Mannschaft und hilft dem Team enorm. Ohne ihn wären wir mit Sicherheit nicht dort wo wir jetzt sind.

 

Ihr steht zur Zeit auf dem 1. Tabellenplatz - wie lief bisher eure diesjährige Saison?

 

Marcel Schäfer: Die Saison begann für uns nicht ideal. Zwei Mal vergaben wir eine deutliche Führung. Doch wir konnten uns fangen und steuern weiterhin die Meisterschaft an. Unser Team besteht zu einem gewissen Teil aus eigentlichen B-Jugend Spielern .Daher ist es umso ansehnlicher, dass wir oben mitspielen können.

 

Enes Kece: Dass wir auf dem 1. Platz stehen ist kein Zufall. Wir trainieren Woche für Woche sehr hart und belohnen uns.

 

Nico Leis: Die Saison verläuft bisher "Solala" an. Sicherlich sind die 9 Punkte, die wir auf dem Konto haben, nicht schlecht. Allerdings hätte man 15 Punkte haben müssen, da die 2 Niederlagen wirklich nicht hätten sein müssen, aber im Endeffekt fragt keiner mehr danach, wenn wir am Ende der Saison trotzdem auf Platz 1 stehen werden.

 

Viele Spieler eurer Mannschaft kennen sich schon viele Jahre. Macht ihr auch neben dem Platz was zusammen?

 

Nico Leis: Ja, eigentlich treffen wir uns jedes Wochenende und auch mal ab und zu unter der Woche, wenn es passt. Leider wird das im nächsten Monat auch eher schwierig die Jungs zu sehen, aber dann ist die Freude aufs Wiedersehen bei den meisten doppelt so groß.

 

Marcel Schäfer: Ja definitv! Ein Großteil der Mannschaft sieht sich sehr oft und trifft sich auch regelmäßig. Deshalb ist es sehr schade, wenn man mitbekommt, dass wir uns alle eine gewisse Zeit nicht mehr sehen. Doch wir werden weiterhin in Kontakt bleiben und auf ein schnelles Wiedersehen hoffen.

 

Enes Kece: Natürlich, normalerweise unternehmen wir sehr viel zusammen, aber ab dem nächsten Monat wird es schwieriger die Jungs zu treffen.

 

Was ist euer Meinung nach entscheidend und wichtig für eine guten Jugendtrainer?

 

Nico Leis: Ich finde, dass der Trainer sollte einen engen Draht zur Mannschaft und ein gewisses taktisches Verständnis haben.

 

Enes Kece: Ein guter Jugendtrainer sollte eine gute Beziehung zu der Mannschaft haben und die Mannschaft immer wieder motivieren, auch wenn es mal nicht läuft.

 

Marcel Schäfer: Ein Jugendtrainer sollte uns Spieler, sowohl beim Training als auch beim Spiel, helfen können. Zusätzlich sollte man ihn ansprechen können, falls Probleme im Team vorliegen.

 

Bald kommt ihr in den Seniorenbereich. Was denkt ihr sind die Unterschiede zwischen den beiden Bereichen? Was ist der Unterschied zwischen Jugend- und älteren Senioren Spielern?

 

Nico Leis: Man kann mit Sicherheit sagen, dass es bei den Senioren robuster zur Sache geht und es generell anstrengender wird als in der Jugend. Zudem haben viele Spieler im Seniorenbereich viel Erfahrung und ich denke man kann sich dann bei manchen noch einiges abgucken.

 

Marcel Schäfer: Ich kann mir gut vorstellen, dass es im Seniorenbereich vom körperlichen deutlich mehr zur Sache geht. Außerdem denke ich, dass der Draht zwischen den einzelnen Spielern noch enger ist als im Jugendbereich.

 

Enes Kece: Es wird definitiv ernster zu Sache gehen. Es gibt Spieler mit viel Erfahrung bei den wir uns was abgucken müssen.

 

Was sind eure Ziele? Was wollt ihr in den Senioren erreichen?

 

Enes Kece: Mein persönliches Ziel ist es in die 1. Mannschaft zu kommen und da ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft zu werden.

 

Nico Leis: Also meine Ziele sind erstmal im Seniorenbereich in der 2. Mannschaft Fuß zu fassen und dann irgendwann in die erste Mannschaft hochzurücken. Es wäre natürlich auch cool, wenn wir uns alle in der ersten Mannschaft wieder sehen und dann vielleicht um höhere Klassen spielen können.

 

Marcel Schäfer: Ich versuche mich immer wieder zu verbessern und möchte die Erfahrungen, die ich in der Jugend sammeln konnte, in den Seniorenbereich mitzunehmen. Ich würde es ebenfalls toll finden, wenn wir später egal, ob wir in der ersten oder zweiten Mannschaft  spielen, viele Erfolge feiern können.

 

Aller Anfang ist schwer. Jugendspieler müssen sich erstmal beweisen und sich an den Seniorenbereich gewöhnen. Was denkt ihr muss man mitbringen um es auf Dauer zu schaffen?

 

Nico Leis: Ich denke man muss ehrgeizig sein und nicht aufhören, wenn mal was nicht klappt. Das ist eine große Umstellung von Jugend zu Senioren und daran muss man sich bestimmt erstmal gewöhnen. Ich denke ein gewisses Talent am Glas sollte man für die Mannschaft Abende auch haben.

 

Enes Kece: Wir müssen Kampfgeist zeigen, Geduld haben und jedes mal aufs Neue kämpfen!

 

Marcel Schäfer: Ich denke die Spieler müssen einen gewissen Kampfgeist besitzen und auch aus z.b. Niederlagen positives mitnehmen. Jeder muss sich im Seniorenbereich wohlmöglich erstmal finden, doch ich denke nach kurzer Zeit wird man sich an alles Neue gewöhnen.

 

Ihr seid treue Zuschauer unserer Seniorenmannschaften vor allem bei Heimspielen. Was denkt ihr über beide Mannschaften? Was macht beide Truppen aus?

 

Nico Leis: Die erste wie die zweite Mannschaft beeindruckt mich, weil sie in jedem Spiel alles geben und nie aufhören Fußball zu spielen, egal wieviel es steht. Außerdem finde ich es klasse was für eine gute Stimmung in beiden Mannschaften herrscht. Man hört fast nie Gemecker auf den Platz, jeder motiviert jeden und das ist für mich der Inbegriff einer Mannschaft.

 

Enes Kece: Beide Mannschaften haben sehr starke Spieler. Es macht einfach Spaß ihnen zuzugucken. Die Chemie in beiden Mannschaften passt einfach perfekt zueinander.

 

Marcel Schäfer: Beim Zuschauen merke ich immer wieder, wie kämpferisch beide Mannschaften sind. Ich denke alle Spieler sind stolz für diesen geilen Verein spielen zu dürfen. Außerdem ist klar, dass beide Mannschaften nie aufgeben und immer weitermachen. Man erkennt direkt, dass da 11 Mann stehen, die sich gut verstehen und sich gegenseitig bei Problemen helfen.

 

Habt ihr bereits Vorbilder aus der 1. und 2. Mannschaft und wenn ja warum?

 

Nico Leis: Also Vorbilder würde ich jetzt nicht sagen, aber ich gucke mir bei manchen Spielern ein paar Sachen ab und versuche diese dann in meinem eigenen Spiel umzusetzen. Beim Adler spielen viele sehr talentierte Fußballer bei denen man sich viel abgucken kann. Ich finde es stark, dass so viele diesem Verein treu bleiben, obwohl sie bestimmt auch höher spielen könnten.

 

Enes Kece: Mein Vorbild ist der Florian Gerhardus, weil er einfach ein super Kicker ist. Er kann alles am Ball. Super Kerl.

 

Marcel Schäfer: Für mich sind viele Spieler der ersten und zweiten Mannschaft ein Vorbild. Ich kann mich nicht auf einen    festlegen, da einfach jeder Spieler seine individuellen Qualitäten hat. Eins steht fest: Alle sind keine schlechten Fußballer und können somit als Vorbild vorangehen.

 

Letzte Frage: was macht für euch den Adler aus? Kurz und knapp. Was ist der Verein für euch!?

 

Marcel Schäfer: Wenn man mal schlechte Laune hat, verschwindet die spätestens beim Training. Wenn man für den Adler auf dem Platz steht, ist man einfach stolz und glücklich. Der Verein ist mir sehr wichtig und ich bin froh, dass er mein Hobby so schön macht. Jeder hilft jedem und niemand ist allein.

 

Nico Leis: Der Adler ist nicht nur der beste Verein, er ist für mich wie eine große Familie. Jeder kennt jeden und alle sind füreinander da. Von der Jugend bis zu den Alten Herren! Es ist einfach klasse zu sehen, was dieser Verein bisher geschafft hat und noch schaffen wird. Es macht einfach Spaß im besten Dorf, im besten Verein mit den besten Leuten Fußball zu spielen.
Selbst wenn man schlechte Laune hat ist diese spätestens weg, wenn man die Wurth Arena betritt und die Leute sieht, die man schon seit so vielen Jahren kennt.

 

Enes Kece: Ich bin stolz drauf für diesen Verein spielen zu dürfen. Der Verein ist wie eine Familie für mich. Ich hoffe wir werden in Zukunft viele Meisterschaften erleben.

 

Genießt die Zeit in der Jugend. Ihr werdet an diese Zeit immer wieder zurückdenken. Die Zeit bei den Senioren wird top, anders, aber top! Und ihr müsst geduldig sein. Mir ist in den letzten Jahren immer deutlicher aufgefallen, dass Jugendspieler aufhören, wenn sie mal nicht spielen oder in die Zweite müssen. Ihr seid alle fußballerisch und charakterlich stark und ihr werdet egal in welcher Mannschaft oder in welcher Form euren Platz finden. Der gesamte Verein drückt euch die Daumen für die Meisterschaft. Vielen Dank für das tolle Gespräch. Bleibt gesund!